Mahajanga Reiseführer mit den Tipps für Ihren Urlaub in Madagaskar

Die Provinz Mahajanga ist so groß wie Schleswig-Holstein und Bayern zusammen Die Einwohnerzahl beträgt etwa 107 000.

Die Provinz Mahajanga liegt am Fusse des Hochplateaus und öffnet sich gegen Nordwesten zum Kanal von Mozambique. Die Region wird von zahlreichen Flüssen durchzogen, etliche davon entspringen im Hochland und schieben Ablagerungsgestein in die oft beträchtlichen Deltas, die sehr fruchtbar sind und in den Randzonen zum Meer hin von Mangrovenwäldern bedeckt sind.

Das Kernstück der Provinz liegt in der Region um die Meeresmündung des Betsiboka. Diese mit einem Mangrovenwald von 46’000 ha bewachsene Bucht von Bombetoka schliesst die alte Hauptstadt Marovoay und die Stadt Mahajanga ein.

Die Stadt Mahajanga existiert seit wenigen Jahrhunderten und war schon immer eine kosmopolitische Handelsstadt, auf das Meer und auf das Hochland ausgerichtet. Das Provinzwappen zeigt drei Segelfrachter und den breit ausladenden Baobab (Affenbrotbaum), der mitten in der Stadt steht.

Mahajanga (franzöisch: Majunga) ist Provinhauptstadt der gleichnamigen Westprovinz und liegt an der Mündung des Flusses Betsiboka in der Bucht von Bombetoka. Der Name Mahajanga bedeutet "die heilende Stadt".

Als Hafenstadt beherbergt Mahajanga seit jeher eine bunte Mischung an Völkern: Araber, Afrikaner, Inder, Bewohner der Komoren und nicht zuletzt Europäer haben die Stadt geprägt. Mahajanga hat den drittgrößten Hafen Madagaskars und ist Verkehrsknotenpunkt und Handelszentrum. Zucker, Kaffee, Gewürze, Maniokwurzeln, Pflanzenöle, Holz und Vanille werden von hier ausgeführt. Fischerei und Fleischverarbeitung spielen eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Es gibt Zucker-, Reis-, Pflanzenfaser- und Pflanzenölmühlen sowie Sägemühlen in Mahajanga. Seife, Zement, Papier, Talg und Rum werden in Mahajanga hergestellt. Sie beherbergt ein Lehrerseminar, technische Fachschulen und ein Institut für Baumwollforschung.

Mahajanga wurde um 1700 von Arabern gegründet. Vom komorisch-arabischen Einfluss zeugen heute noch die orientalisch-arabischen Steinornamente an den Häusern, weisse Moscheen mit dekorativen Zwiebeltürmchen und die moslemische Kleidung der Einheimischen im islamischen Viertel am Hafen. Wie überall auf Madagaskar wird der Besucher mit freundlicher Neugier aufgenommen.

Da, wo eine der Hauptstrassen der Stadt, die Avenue de France, auf den Strandboulevard stösst, steht ein vermutlich 1.000 Jahre alter Baobab (Affenbrotbaum) mit 15 m Umfang. Zu Kolonialzeiten war er Versammlungsort und Hinrichtungsstätte.

Am alten Hafen (Vieux Port) herrscht besonders morgens lebhaftes Treiben: Hier werden Schiffe be- und entladen, kleine Vedetten (Motorboote) legen an und ab.

Auf dem Hafenvorplatz wird die angelandete Ware zum Teil gleich verkauft: Kokosnüsse, Säcke mit Reis und grosse Kanister wechseln den Besitzer. Dazwischen immer wieder die für Mahajanga typischen Pousse-pousse (die madegassische Variante der Rikscha) mit ihren bunten Plastikfähnchen.

Nach Norden, auf halber Höhe, zieht der "Jardin d´amour" mit seinen weissen Balustraden die Blicke auf sich. Vor dem tiefblauen Mittagshimmel mutet er fast wie ein griechisches Bauwerk an. Dieser Teil der Stadt ist besonders reizvoll, denn hier zeigt sich, warum Mahajanga auch "Stadt der Blumen" genannt wird: üppige Bougainvillen in sattem Violett umsäumen Toreinfahrten, und der Vorgarten des Hotels "La Piscine" - eines der besten Hotels der Stadt, ist dicht mit exotischen Gewächsen bepflanzt. Ein Stück hinter dem Hotel führt ein Sandweg zum öffentlichen Strand der Stadt, umsäumt von mannshohen Kakteen, schlanken Palmen und duftenden tropischen Blüten.

Der Sandstrand ist weit genug vom Hafen entfernt und daher sauber (auch das Wasser) und das Baden hier gefahrlos. Ausserdem verläuft die Küste bei Mahajanga sehr flach.

Mahajanga bietet mit dem Methusalem der Baobabs Madagaskars, der mehr als 700 Jahre alt ist, ein grandioses Naturdenkmal, wenige Meter vom Meer entfernt.

Der Cirque Rouge ist eine nahezu kreisförmige Felsformation, die an die roten Canyons in Amerika erinnert. In der untergehenden Sonne zeigt er seine schönsten Farben.

Mahajanga, die Stadt am Kanal von Mozambique, hat für jeden etwas zu bieten - vom Naturliebhaber über den Kulturinteressierten bis hin zum Badegast.

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