Sivas Reiseführer mit den Tipps für Ihren Urlaub in Tuerkei

Die Stadt Sivas in der gleichnamigen ostanatolischen Provinz liegt an der historischen Seidenstraße und der berühmten Königsstraße. Hethiter, Römer, Byzantiner und Seldschuken maßen der Stadt jeweils große Bedeutung bei. Heute zieht Sivas mit seiner landschaftlichen Schönheit, seinen Heilbädern und seiner reichen historischen Vergangenheit das Interesse der Touristen auf sich.

Das Gebiet ist die Heimat vieler verschiedener Tiere: Bergziegen, Hasen, Hechte, Wildenten, Wildgänse, Kraniche, Rebhühner, Wachteln und viele weitere Vögel laden zur Vogelbeobachtung ein. Zu bestimmten Zeiten darf gejagt werden. Fischer können an den Flüssen ihr Glück versuchen.

1217 ließ der seldschukische Sultan Izzedin Keykavus der Erste die Sifaiye Medrese, eine Lehranstalt für angehende Ärzte, einrichten. Die Medrese ist eine der größten und ältesten ihrer Art. Die architektonisch bedeutsame Medrese mit den zwei Minaretten (Cifte Minare Medrese) wurde 1271 erbaut. Die Gök Medrese des seldschukischen Wesirs Sahip Ata Fahreddin Ali und die Buruciye Medrese sind weitere Prachtstücke seldschukischer Architektur. Die wichtigsten Moscheen der Stadt sind die Ulu-, die Divrigi Ulu- sowie die Darüssifasi-Moschee. In Kangal sollten Sie die Hundezüchterei für Kangal-Hunde und das Balikli-Heilbad aufsuchen, das in der Anwendung und in der Wirkung einzigartig ist. Im Wasser schwimmen Tausende von kleinen Fischen, die Exzeme, Hautunreinheiten und Wunden reinigen. Zahlreiche Almen wie die Egricimen-Alm in der Umgebung eignen sich als Erholungsort und Ausgangspunkt für Trekkingtouren.

In dem Gebäude, in dem 1919 der Sivas-Kongress stattfand, befindet sich seit 1990 das Atatürk Kongress- und Ethnografie-Museum. Tel: (+90-346) 221 04 46; Besuchszeiten: 08.30-12.30 /13.30-17.00; täglich außer montags Der zweite Staatspräsident der Türkei, Ismet Inönü, hatte einen Teil seiner Schulausbildung in Sivas absolviert. In dem von ihm bewohnten Haus finden Sie außer persönlichen Dingen auch ethnografische Gegenstände aus der damaligen Zeit ausgestellt. Tel: (+90-346) 221 10 01; Besuchszeiten: 08.30-12.30 / 13.30-17.00 Das Haus des berühmten Volksdichters Asik Veysel wurde 1982 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Persönliche Dinge des großen Dichters sowie Fotografien und Schriftstücke mit Gedichten zeichnen ein Porträt von Asik Veysel. Tel: (+90-346) 597 40 02; Besuchszeiten: täglich

Aufgrund archäologischer Funde ist nachgewiesen, dass es in der Region bereits im Neolithikum erste Besiedlungen gab, die über die Kupferzeit (5000-3000 v.Chr.) bis in die frühe Bronzezeit (3000-2000 v. Chr.) andauerten. Nach schriftlicher Überlieferung ließen sich 2000 v. Chr. die Hethiter in der Gegend nieder, denen die Phryger und Lyder folgten. Zu dieser Zeit war bereits die antike Königsstraße entstanden, die den Iran, Mesopotamien und die ägäische Küste miteinander verbindet. Sivas entwickelte sich zu einem wichtigen Wirtschafts- und Handelszentrum, dessen Bedeutung auch während der römischen und byzantinischen Epoche anhielt. Nach dem Sieg in Malazgirt, 1071, drangen die Türken nach Anatolien vor und der Kommandant des Seldschukenführers eroberte Sivas, die zu einer einflussreichen Stadt aufblühte. 1389 wurde Sivas dem Osmanischen Reich zugeteilt. Am 4. September 1919 fand in Sivas ein historisch wichtiger Kongress statt, nach dessen Beschlüssen sich das Schicksal der zersplitterten Türkei ändern sollte.

Die geknüpften Sivas-Teppiche und Kelims (aus speziellen Webstoffen gefertigte Bettdecken und Wandbehänge), gestrickte Strümpfe, Zigarettenspitzen, Kämme und Taschenmesser aus geschnitztem Holz, Haus- und Zierrat aus Kupfer und Silberschmuck sind beliebte Mitbringsel aus der Provinz.

In Sivas isst man Hülsenfrüchte in Kombination mit Joghurt, gegrilltem Fleisch und frischen Salaten. Der Sivas Kebap ist eine Spezialität. Im Winter sind Suppen und Teigspezialitäten beliebt. Im Steinofen gebackenes Brot in allen möglichen Formen und Geschmacksrichtungen sollten Sie zu jedem Essen verlangen.

Im größten Teil der Provinz ist es im Sommer heiß und trocken, die Winter sind kalt und niederschlagsreich. In höheren Lagen herrscht der Wettereinfluss vom nördlichen Schwarzmeer und Ostanatolien.Im größten Teil der Provinz ist es im Sommer heiß und trocken, die Winter sind kalt und niederschlagsreich. In höheren Lagen herrscht der Wettereinfluss vom nördlichen Schwarzmeer und Ostanatolien.

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