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Irland (Staat), (gälisch Éire), im Atlantischen Ozean westlich von Großbritannien gelegener Staat, der etwa vier Fünftel der Insel Irland umfasst. Im Nordosten grenzt die Republik Irland an Nordirland. Die Gesamtfläche beträgt 70 273 Quadratkilometer. Die Hauptstadt des Landes ist Dublin.
Das heutige Landschaftsbild mit der Vielzahl an Seen und Hügeln ist das Ergebnis glazialer Überformung während der Eiszeiten.
Die Republik Irland wird im Landesinneren überwiegend vom zentralirischen Tiefland eingenommen, das sich nur im Osten bis an die Irische See erstreckt. An diesen Naturraum, der von einzelnen Bergketten durchzogen wird, schließt nach Norden das Nordirische Bergland an. Dieses entstammt der kaledonischen Gebirgsbildung und markiert eine geologische Fortsetzung der schottischen Highlands. Im Süden steigt das Tiefland zum Südirischen Bergland an. Es ist Teil des Armorikanischen Gebirgssystems, dem Teil des variszischen Gebirgssystems, der auch im Südwesten Englands und in Nordfrankreich landschaftsprägend ist. Im Südirischen Bergland befindet sich auch der Carrauntoohil, mit einer Höhe von 1 041 Metern der höchste Berg des Landes. Südlich von Dublin erstrecken sich die Wicklow Mountains bis an die Südostküste Irlands. Die weitläufigen, glazial überformten Kalksteinebenen des Landesinneren sind von zahlreichen Seen, Mooren und Hügelketten durchsetzt. Im Norden bilden die Drumlins, rundgeformte niedrige Höcker, charakteristische Landschaftselemente. Die Küste ist vor allem im Westen stark gegliedert; Buchten greifen hier weit ins Land hinein.
Der überwiegende Teil des zentralirischen Tieflandes wird durch den Shannon und seine Nebenflüsse entwässert. Bei Limerick mündet er in einem ausgedehnten Ästuar in den Atlantischen Ozean. Weitere wichtige Flüsse sind Blackwater und Boyne. Das niederschlagsreiche ozeanische Klima führte zur Entwicklung ausgedehnter Moore. Von den Hunderten von Seen sind Lough Ree, Lough Corrib und Lough Derg die größten.
Das Klima in Irland ist ozeanisch geprägt mit relativ kühlen Sommern und milden Wintern. Durch den Einfluss des warmen Golfstromes liegen die mittleren Temperaturen im Januar zwischen 4 und 7 °C. Damit sind die Winter in Irland milder als in Ländern gleicher geographischer Breite in Europa. Auch im Sommer werden die Einflüsse des Ozeans deutlich. Die mittleren Temperaturen sind im Juli mit 15 bis 17 °C relativ niedrig; sie liegen damit um rund 4 °C unter denjenigen anderer Orte gleicher geographischer Breite. Der Jahresniederschlag kann an der Westküste Werte von bis zu 3 000 Millimetern erreichen; in einigen Gebieten des westlichen Irland regnet es an mehr als 200 Tagen im Jahr. Die Ostküste erhält dagegen nur Jahresniederschläge von 700 bis 750 Millimetern.
Durch das ganzjährig milde Klima sind etwa 90 Prozent der Fläche von Grasland bedeckt, daher auch der Beiname „Grüne Insel”. Im Südwesten der Insel nimmt die Vegetation in geschützten Lagen mit Palmen und Erdbeerbäumen mediterranen Charakter an. Der Waldanteil liegt heute wieder bei 9,6 Prozent (2000), nachdem er zum Beginn des 20. Jahrhunderts durch Abholzung auf 1 Prozent gefallen war. Zur ursprünglichen Flora gehören Eichen, Birken, Eschen, Haseln und Stechpalmen. In den Mooren bzw. im Heideland wachsen Flechten, Moose und Heidekraut.
Die Fauna wurde durch menschliche Einflüsse stark dezimiert. Raubtiere sind Rotfuchs, Baummarder, Hermelin, Fischotter, Dachs, Seehund und der eingebürgerte nordamerikanische Mink; zu den Kleinsäugern gehören Kaninchen, Schneehase und das ebenfalls eingebürgerte nordamerikanische Grauhörnchen. Die Vogelwelt ist u. a. durch zahlreiche Wasser- bzw. Meeresvogelarten wie Papageitaucher, Sturmschwalben, Basstölpel sowie zahlreiche Enten-, Gänse- und Watvogelarten (u. a. Austernfischer, Bekassine, Brachvogel) repräsentiert. Die einzigen landbewohnenden Reptilien Irlands sind Eidechsen, an den Küsten erscheinen mehrere Arten von Meeresschildkröten. In den Gewässern leben Lachse und Forellen.
Laut EU-Umweltrichtlinien war Irland zur Einrichtung von Naturschutzgebieten verpflichtet. Daher hat das Land 20 Sonderschutzgebiete und 14 Reservate geschaffen. Zusammen mit den Naturschutzgebieten und den Reservaten von wissenschaftlicher Bedeutung ergibt dies eine Fläche von 0,9 Prozent, die in Irland unter Naturschutz steht.
Im Jahr 1845 lebten in Irland 8,5 Millionen Menschen. Durch Hungersnöte (siehe Hungersnot in Irland) und Seuchen sowie eine große Zahl von Auswanderern (hauptsächlich in die USA) nahm die Einwohnerzahl bis 1851 auf 6,5 Millionen ab. Eine weitere Auswanderungswelle nach dem 2. Weltkrieg, bei der das wichtigste Zielland Großbritannien war, verringerte die Einwohnerzahl auf ungefähr 2,8 Millionen. Die starke Abwanderung führte dazu, dass im Ausland etwa 16 Millionen Menschen irischer Abstammung leben. Von den 3,97 Millionen Einwohnern (2004) lebt ein Viertel im Ballungsraum um Dublin. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte ist mit 58 Einwohnern je Quadratkilometer eine der niedrigsten in Europa. Von den Einwohnern sind rund 94 Prozent Iren, 3,5 Prozent Engländer und Waliser und 1 Prozent Nordiren.
Größte Stadt in der Republik Irland ist die Hauptstadt Dublin mit 496 000 Einwohnern. Weitere größere Städte sind Cork (123 000), Galway (66 000) und Limerick (54 000). Insgesamt leben 60 Prozent aller Einwohner in Städten (2002).
Die Amtssprachen sind Englisch und Irisch (auch Gälisch), das zu den keltischen Sprachen gehört. Vor der Eroberung der Insel durch germanische Stämme im 5. Jahrhundert n. Chr. wurde ausschließlich Keltisch gesprochen, das in der Folge durch das aus dem so genannten Angelsächsischen hervorgegangene Englisch zurückgedrängt wurde. Nur in abgelegeneren Regionen an der Westküste blieben die keltischen Wurzeln erhalten. Während der englischen Herrschaft dokumentierte die Verwendung der älteren Sprache ein politisch motiviertes Bekenntnis zur Eigenständigkeit der irischen Kultur, und im 19. Jahrhundert kam es zu einer starken Rückbesinnung auf die eigene Sprache und die kulturelle Identität. Die Pflege der irischen Sprache wird jedoch durch die Tatsache erschwert, dass es verschiedene gleichberechtigt koexistierende Dialekte gibt, sich jedoch kein hochsprachlicher Standard herausbildete. Um 1830 sprach noch etwa die Hälfte aller Einwohner Irisch, doch durch die Auswanderungswellen ging ihre Zahl bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf rund 650 000 zurück. Um das irische Sprachgut zu bewahren, wurde Irisch 1921 offiziell zur Amtssprache erklärt und ist seit 1922 Pflichtfach an den Schulen. Heute spricht wieder ein Fünftel der Einwohner Irisch.
Etwa 93 Prozent der Iren sind römisch-katholisch, 3 Prozent gehören der anglikanischen Kirche an. Die verbleibenden 4 Prozent verteilen sich auf andere Glaubensrichtungen oder sind konfessionslos. Der Einfluss der katholischen Kirche auf die Kultur und die Politik in Irland ist traditionell sehr groß, die Belange der Sozialpolitik sind durch christliche Wertvorstellungen stark geprägt. So waren z. B. Ehescheidung und Schwangerschaftsabbruch durch die Verfassung verboten. Empfängnisverhütende Mittel wurden erst 1985 per Parlamentsbeschluss freigegeben. Erst 1995 wurden durch ein Referendum Scheidungen erlaubt, Abtreibungen sind nach wie vor illegal und werden hart bestraft.
Die wichtigsten gesetzlichen Feiertage in Irland sind der Neujahrstag, Saint Patrick’s Day (17. März), Ostern, Pfingsten, Weihnachten (25. Dezember) und der Saint Stephen’s Day (26. Dezember). Am Saint Patrick’s Day, dem irischen Nationalfeiertag, finden in allen Städten des Landes Straßenparaden statt. Zu diesen Anlässen tragen die Iren Kleidung in der Nationalfarbe (grün) und es ist häufig das nationale Symbol, das Kleeblatt, zu sehen.
Es gibt eine sehr gute medizinische Versorgung. Für Personen mit geringem Einkommen sind Behandlungen und Krankenhausaufenthalte kostenlos. Die Arbeitslosenquote beträgt 4,2 Prozent (2002). 436 Einwohner kommen auf einen Arzt, die Kindersterblichkeitsrate liegt bei 0,7 Prozent.
Irland blickt auf eine lange eigenständige kulturelle Entwicklung zurück.
Eine Schulpflicht besteht für 10 Jahre. Dabei erhalten auch Privatschulen, wie Schulen in kirchlicher Trägerschaft, finanzielle Unterstützung. Für ihre weitere Bildung können Schüler zwischen vier verschiedenen Typen von Schulen wählen. In Irland gibt es zwei Universitäten, von denen die bekannteste die Universität von Dublin mit dem Trinity College ist (1592 gegründet). Zweite Universität ist die seit 1908 bestehende National University of Ireland.
Dublin ist das kulturelle Zentrum Irlands. Die größte öffentliche Bücherei ist mit etwa 500 000 Bänden die National Library of Ireland. Die Bibliothek des Trinity College umfasst sogar 2,8 Millionen Bände. Ein viel besuchtes Museum ist die National Gallery of Ireland. Bekannte Theater sind das von William Butler Yeats gegründete Abbey Theatre und das Gale Theatre, die beide in der irischen Hauptstadt liegen.
Zu den ältesten irischen Kulturdenkmälern gehören die Megalithgräber aus der Steinzeit. Aus der Bronzezeit sind Steinkreise und einzeln stehende Steine erhalten, aus der Eisenzeit von einem Wall umgebene Schutzbauten. Aus dieser Periode stammt auch die Ogham-Schrift (siehe keltische Sprachen). Unbeeinflusst von römischer Kunst konnten sich in Irland eigenständige Kunststile, z. B. bei der Metallbearbeitung, entwickeln. Seit dem 6. Jahrhundert traten zu den keltischen Elementen germanische und bis zum Ende des 7. Jahrhunderts auch christliche. In der Buchmalerei entstanden in dieser Zeit die beiden Hauptwerke: das Book of Durrow (Mitte des 7. Jahrhunderts) und das Book of Kells (Anfang des 9. Jahrhunderts). Unter der englischen Herrschaft wurde das künstlerische Schaffen weitgehend unterdrückt (siehe keltische Kunst).
In der Entwicklung der irischen Literatur lassen sich vier Epochen unterscheiden. In der frühen Epoche zwischen 600 und 1200 n. Chr. entstanden die Heldensagen wie z. B. Red Branch Cycle und Mythological Cycle. Die Literatur der mittleren Epoche (1200-1650) umfasst neben der Bardendichtung zum Ruhm des Königs auch eine Prosadichtung, die dem vierten irischen Sagenzyklus zuzurechnen ist. In der späten Epoche (1650-1850) wurde eine eigenständige irische Dichtung durch die englischen Eroberer unterdrückt (siehe keltische Literatur). Zu den Autoren, die seit dem 17. Jahrhundert über Irland hinaus bekannt wurden, gehören u. a. Jonathan Swift, Oliver Goldsmith, George Bernard Shaw, James Joyce, Oscar Wilde und Brendan Behan.
Bereits im frühen Mittelalter erreichte die irische Musik ihre Blütezeit; das Liedgut wurde von Minnesängern gepflegt. Zu den beliebtesten Instrumenten in Irland gehören Harfe (die seit dem 17. Jahrhundert im Wappen dargestellt wird), Fidel, Dudelsack und Flöte. In dieser Zeit entwickelten sich Volkstänze wie Jig, Reel und Hornpipe.
Alte irische Sportarten sind gälischer Fußball (eine Mischung aus Rugby und Fußball), Hurling (ein dem Feldhockey ähnliches Schlagballspiel) und Camogie (Frauen-Hurling). Die sportlichen Höhepunkte des Jahres sind Rugbyspiele der Nationalmannschaft im Lansdowne-Road-Stadion in Dublin.
Irland ist nach der Verfassung von 1937, die 1998 letztmals geändert wurde, eine parlamentarische Republik. An der Spitze des Staates steht der Präsident (gälisch Vachtarán na Éireann), der für sieben Jahre vom Volk direkt gewählt wird (Wiederwahl ist möglich) und überwiegend repräsentative Aufgaben übernimmt. Er wird unterstützt durch den Staatsrat, der beratende Funktion hat. Der Präsident ernennt nach Vorschlag des Unterhauses den Premierminister und auf dessen Empfehlung die Minister. Nationalfeiertag ist der 17. März (Saint Patrick’s Day), der zu Ehren des Nationalheiligen Saint Patrick begangen wird.
Die Exekutive liegt bei der aus sieben bis 15 Mitgliedern bestehenden Regierung, die vom Premierminister (Taoiseach) angeführt wird und vom Vertrauen des Parlaments abhängig ist.
Dem Parlament (Oireachtas), das von Präsident, Repräsentantenhaus (Unterhaus) und Senat (Oberhaus) gebildet wird, obliegt die Legislative. Das Repräsentantenhaus (Dáil Éireann) besteht aus 166 Mitgliedern, die für eine fünfjährige Amtszeit gewählt werden. Von den 60 Abgeordneten des Senats (Seanad Éireann) werden elf vom Premierminister berufen, sechs von den Universitäten entsandt und 43 gewählt. Wahlberechtigt sind alle Bürger ab 18 Jahren.
Neben den Kreis- und Distriktgerichten auf unterer Ebene gibt es einen Obersten Gerichtshof, ein Appellationsgericht und ein Hochgericht. Die Richter werden auf Vorschlag der Regierung vom Präsidenten ernannt. Nachdem frühere keltische Formen der Rechtsprechung wie das altirische Brehon Law bereits im 17. Jahrhundert von den Briten abgeschafft worden waren, erfolgte eine Ausrichtung an den Grundlagen des britischen Common Law.
Irland gliedert sich in die vier Provinzen Leinster, Munster, Ulster und Connacht, denen jedoch keine administrative Funktion zukommt, sowie 26 Grafschaften (Counties) und vier so genannte County-Boroughs (grafschaftsfreie Städte).
Die beiden wichtigsten Parteien sind die Fianna Fáil (FF; „Schicksalskämpfer”) und die Fine Gael (FG; „Stamm der Gälen”), die durch eine Spaltung der Sinn Féin entstanden sind. Kleinere Parteien sind die Labour Party (LP), die Progressive Democrates (PD), die 1986 durch Abspaltung aus der Fine Gael hervorgingen, und die Green Party (GP). Die Partei Democratic Left (DL) wurde im Dezember 1999 in die Labour Party eingegliedert. An der irischen Parteienlandschaft lässt sich noch heute der Kampf um die Unabhängigkeit von der britischen Herrschaft ablesen.
In Irland besteht keine Wehrpflicht. Die Freiwilligenarmee besteht aus etwa 17 000 Mann. Die Reservearmee setzt sich aus ehemaligen Soldaten zusammen, die sich für sechs Jahre verpflichten: Ihr Heer umfasst etwa 15 500, die Luftwaffe rund 800 und die Marine circa 1 300 Soldaten. Die irische Armee verfügt über leichte Panzer und Kampfflugzeuge sowie einige leicht bewaffnete Patrouillenschiffe. Die Ausgaben für das Militär betragen 718 Millionen US-Dollar (2002).
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 121 449 Millionen US-Dollar (2002); das ergibt ein BIP pro Einwohner von 30 980 US-Dollar. Die Inflationsrate liegt bei 3,81 Prozent (1990–2002), das Wirtschaftswachstum bei 7,76 Prozent (1990–2002). Hauptursache für die starke Abwanderung nach dem 2. Weltkrieg sind das geringe Arbeitsplatzangebot und die hohe Arbeitslosenquote. Staatliche Förderprogramme und das hohe Ausbildungsniveau der Erwerbstätigen haben für ein Wachstum innerhalb des High-Tech-Bereichs (insbesondere bei der Computerindustrie) gesorgt und dazu beigetragen, dass sich Dublin zu einem Dienstleistungs- und Finanzzentrum entwickeln konnte. 7 Prozent der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt, 29 Prozent in der Industrie und 63 Prozent im Dienstleistungssektor.
Ungefähr 85 Prozent der Fläche Irlands werden landwirtschaftlich genutzt. Der Anteil des Ackerlandes an der gesamten Landfläche beträgt 15,2 Prozent. Die Landwirtschaft erwirtschaftet 11 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Hauptanbaufrüchte sind Gerste, Kartoffeln, Zuckerrüben und Weizen. Große Bedeutung hat die Viehwirtschaft, hier vor allem die Herstellung von Fleisch- und Molkereiprodukten. Der Selbstversorgungsgrad bei Nahrungsmitteln liegt bei 85 Prozent.
In Irland werden Kupfer-, Zink- und Bleierze abgebaut. Einige der größten Vorkommen in Westeuropa liegen bei Navan und wurden 1977 erschlossen. Daneben gibt es noch Vorkommen an Lithium, Wolfram, Kohle und Uran. Die großen Erdgaslagerstätten vor der Südküste werden seit 1991 abgebaut.
Ab den sechziger Jahren wurde zunehmend versucht, in dem traditionellen Agrarland Industriebetriebe anzusiedeln. Die Industrie erwirtschaftet circa 9 Prozent des BIP. Zu den wichtigsten Industriezweigen gehören Nahrungsmittelverarbeitung, Textil-, pharmazeutische und petrochemische Industrie sowie Elektroindustrie und Maschinenbau. Steigende Bedeutung gewinnt der Tourismus. Seit den sechziger Jahren gelang die Neuansiedlung von fast 900 ausländische Firmen (u. a. aus den Bereichen Fahrzeug- und Maschinenbau, Elektro- und Elektrotechnik sowie Betriebe der Metallverarbeitung).
Währungseinheit ist seit dem 1. Januar 2002 der Euro zu 100 Cents, der das Irische Pfund (= 100 New Pence) als Währung ablöste. Notenbank ist die Bank von Irland, die 1942 in Dublin gegründet wurde. In jüngerer Zeit haben immer mehr ausländische Banken Filialen in der irischen Hauptstadt eröffnet. 1979 trat Irland dem Europäischen Währungssystem bei, danach konnte das Irische Pfund zum Nennwert gegen das britische getauscht werden.
Nach dem Beitritt Irlands zur Europäischen Gemeinschaft (1973) hat Großbritannien als Zielland für irische Exporte an Bedeutung verloren. Die Handelsbilanz ist positiv. Heute gehören zu den wichtigsten Abnehmerländern außer Großbritannien noch Deutschland, die USA, Kanada und Frankreich. An den Importen haben Großbritannien, die USA und Deutschland den größten Anteil.
Internationale Flughäfen liegen in Shannon, Dublin und Cork. Neben den beiden wichtigsten Häfen in Dublin und Cork gibt es noch größere in Dun Laoghaire, Waterford, Rosslare und Limerick. Es gibt einen sehr gut ausgebauten Fährverkehr mit Großbritannien und Frankreich. Das Schienennetz ist insgesamt 1 915 Kilometer lang (2000). Die Länge des Straßennetzes beträgt 92 500 Kilometer (2000). Der öffentliche Verkehr liegt in Händen der nationalen Gesellschaft Córas Iompar Eireann.
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